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Tätigkeitsbezeichnungen
- Chemieingenieur/in
- Prozessingenieur/in - Chemie
- Chemical engineer (m/f)
Zugang zur Tätigkeit
Für die Tätigkeit als Ingenieur für Chemietechnik wird üblicherweise ein abgeschlossenes, vorzugsweise ingenieurwissenschaftliches Studium im Bereich Chemie erwartet, je nach Aufgabenfeld mit Bachelor- oder Masterabschluss bzw. mit Diplomabschluss einer Hochschule oder Berufsakademie. Auch Studienabsolventen aus dem Bereich Verfahrenstechnik bieten sich mitunter Zugangsmöglichkeiten. Führungspositionen, spezialisierte Aufgabenstellungen oder Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung erfordern meist im Anschluss an den Bachelorstudiengang ein Masterstudium, ggf. auch die Promotion.
Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Die folgenden Berufe stellen in der Regel nur eine Auswahl an Zugangsmöglichkeiten zur Tätigkeit als Ingenieur für Chemietechnik dar.
- Ingenieur für Chemietechnik
- Chemiker für allgemeine Chemie
- Ingenieur für Verfahrenstechnik
Spezialisierungsformen
Ingenieure für Chemietechnik spezialisieren sich vor allem auf Führungs- und Fachaufgaben in der Planung, Entwicklung und Optimierung von chemisch-technischen Verfahren und Anlagen. Sie sind z.B. in der Laborleitung tätig, in der Arbeitsvorbereitung, Fertigungssteuerung und -überwachung, im Prüfwesen oder in der Qualitätskontrolle. Weitere Spezialisierungsmöglichkeiten finden sie in Anwendungsberatung und Arbeitssicherheit, im Umweltschutz oder als Gefahrstoffbeauftragter. Mit einem Master- bzw. Diplomabschluss oder einer Promotion können sie sich auf Wissenschaft, Forschung und Lehre konzentrieren. Daneben bieten Aus- und Weiterbildung, die Kundenbetreuung oder der technische Vertrieb weitere Möglichkeiten.
Funktions- und Aufgabenbereiche
Als Ingenieur für Chemietechnik arbeitet man vorwiegend in folgenden betrieblichen Funktions- und Aufgabenbereichen:
- Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung und -steuerung
- Forschung, Entwicklung
- Management, Unternehmensführung
- Produktion, Fertigung
- Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung
Darüber hinaus kann sich die Tätigkeit auch auf folgende Bereiche erstrecken:
- Aus- und Weiterbildung
- Kundendienst, Kundenservice
- Vertrieb, Verkauf
Weiterbildung
Perspektiven
Der erfolgreiche Einstieg in den Beruf ist erst der Anfang: Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen. Wer internationale Erfahrungen sammeln und im Ausland arbeiten möchte, kann seine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und internationale Qualifikationen erwerben.
Qualifizierung und Spezialisierung
Der ständige Wandel im Bereich chemische Labortechnik und Verfahrenstechnik stellt Ingenieure für Chemietechnik täglich vor neue Herausforderungen. Da sie interdisziplinär arbeiten, müssen sie sich darüber hinaus permanent in neue Fachgebiete einarbeiten und ihren Wissensstand in anderen Fachgebieten erweitern. Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Umwelttechnik über Automatisierungstechnik bis hin zur Verfahrenstechnik.
Masterstudiengang: Sprungbrett zum Erfolg
Wer Führungspositionen anstrebt oder im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sein möchte, wird - sofern er die Voraussetzungen erfüllt - ein Masterstudium anschließen. Während ein konsekutiver Masterstudiengang auf den Inhalten eines vorangegangenen Bachelorstudiums aufbaut, kann bei nichtkonsekutiven und weiterführenden Masterstudiengängen auch eine andere inhaltliche Ausrichtung gewählt werden. Für die Zulassung zu einem weiterführenden Masterstudium ist in der Regel eine mindestens einjährige Berufspraxis Voraussetzung.
Promotion/Habilitation
Für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule ist in der Regel eine Promotion erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor benötigt man eine Habilitation. Die Promotion erleichtert auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen. Masterabschlüsse berechtigen grundsätzlich zur Promotion. Die Universitäten können nach einer Eignungsfeststellung Absolventen mit Bachelorabschluss auch ohne Masterabschluss zur Promotion zulassen.
Existenzgründung
Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. ein Labor für Analyse- und Labordienstleistungen gründen. Möglich ist auch eine selbstständige Tätigkeit als Gutachter oder Sachverständiger.
Kompetenzen
Die folgende Liste enthält eine Auswahl der für diesen Beruf wichtigsten Fertigkeiten und Kenntnisse. Die Auswahl dieser Kompetenzen erfolgt auf Basis von Studienordnungen sowie der Auswertung von Stellen- und Bewerberangeboten. Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt:
- Analytische Chemie
- Anlagenplanung (Versorgungs-, Verfahrenstechnik)
- Chemische Untersuchungs- und Messverfahren
- Chemische Verfahrenstechnik
- Entwicklung
- Laborarbeiten, Labortechnik
- Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)
- Prozessanalytik
- Prozessleittechnik
- Technische Chemie
Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:
- Anorganische Chemie
- Anwendungstechnik, Anwendungsberatung
- Biochemie
- Einkauf, Beschaffung
- Forschung
- Gutachter-, Sachverständigentätigkeit
- Lehrtätigkeit (Hochschule)
- Maschinentechnik
- Nanotechnologie
- Organische Chemie
- Patent- und Markenrecht
- Physikalische Chemie
- Polymer-, Kunststoffchemie
- Produktmanagement
- Projektmanagement
- Qualitätsmanagement
- Thermodynamik
- Umweltanalytik, Schadstoffuntersuchung
- Versuchsdurchführung und -auswertung
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit, http://berufenet.arbeitsagentur.de
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