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Aufgaben und Tätigkeiten

Sie legen den Ablauf der Produktion fest. Dazu planen sie die einzelnen Fertigungsschritte und Arbeitsmethoden und berechnen den Bedarf aller Ressourcen an Material, Maschinen sowie Arbeitskapazitäten. Dabei stellen sie sicher, dass Arbeitskräfte, Maschinen und Produktionsmittel optimal genutzt und Liefertermine eingehalten werden. Produktionsingenieure kümmern sich außerdem um die Überwachung und Optimierung des umfangreichen und vielseitigen Maschinenparks. Darüber hinaus sorgen sie für die Einhaltung der Qualitätsstandards, organisieren Mitarbeiterschulungen und planen bzw. überwachen Fremdfertigungen im Ausland. Sie arbeiten kontinuierlich an der Optimierung von Fertigungsprozessen, um die jeweils effizienteste, billigste und schnellste Möglichkeit realisieren zu können. Bei Störungen der Produktion müssen sie in der Lage sein, den Fehler möglichst schnell zu beheben, um Produktionsausfälle zu vermeiden.

 

Arbeitsbereiche/Branchen

Als Produktionsingenieur kann man in nahezu allen Wirtschaftszweigen arbeiten, z.B.:

  • Bau, Architektur
  • Chemie, Pharmazie, Kunststoff
  • Elektro
  • Fahrzeugbau, -instandhaltung
  • Finanzdienstleistungen, Immobilien
  • Glas, Keramik, Rohstoffverarbeitung
  • Holz, Möbel
  • IT, DV, Computer
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Nahrungs-, Genussmittelherstellung
  • Papier, Druck
  • Textil, Bekleidung, Leder
  • Transport, Verkehr
  • Ver- und Entsorgung

 

Arbeitsbedingungen

Produktionsingenieure verfügen sowohl über betriebswirtschaftliche als auch über technische Fachkenntnisse. Sie arbeiten viel im Büro am Computer, z.B. wenn sie mit CAM-, CIM- und CNC-Programmen die komplexen Produktionsabläufe optimieren. Bei ihren steuernden, planenden und überwachenden Aufgaben setzen sie häufig moderne Informations- und Kommunikationsmittel und fachspezifische Software ein. Sie denken vernetzt, verfügen über eine analytische Kompetenz und besitzen Organisationstalent, denn Qualität und Effizienz des Herstellungsablaufs liegen weitgehend in ihrer Hand.

Ihr Kommunikationstalent beweisen sie täglich - z.B. während der Koordination verschiedener Arbeitskräfte oder der Schulung von Mitarbeitern. Daneben sprechen sie hervorragend Englisch und ggf. weitere Fremdsprachen, da sie häufig an internationalen Projekten beteiligt sind oder internationale Produktionsstandorte prüfen sollen. Unregelmäßige Arbeitszeiten und Arbeiten unter Zeitdruck sind für Produktionsingenieure alltäglich, denn plötzlich eintretende Fehler in der Produktion müssen von ihnen schnell und nachhaltig behoben werden.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (Überwachung und Optimierung eines umfangreichen und vielseitigen Maschinenparks)
  • Arbeit in Büroräumen (z.B. organisatorische und planende Aufgaben erledigen)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Produktionsabläufe überwachen)
  • Wechselnde Arbeitsorte (z.B. internationale Produktionsstandorte prüfen, Fremdfertigungen im Ausland überwachen)
  • Termin- und Zeitdruck (bei Störungen der Produktion: Fehler möglichst schnell beheben, um Produktionsausfälle zu vermeiden)
  • Schichtarbeit (bei überwachenden Tätigkeiten in der Fertigung: Arbeitszeit entsprechend den Produktionsrhythmen des Betriebes, so dass auch Schichtarbeit anfallen kann)

 

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Fertigungsingenieur/in
  • Prozesstechnologe/-technologin
  • Manufacturing engineer (m/f)
  • Production planner (m/f)

 

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Die folgenden Berufe stellen in der Regel nur eine Auswahl an Zugangsmöglichkeiten zur Tätigkeit als Produktionsingenieur dar.

  • Produktionsingenieur
  • Ingenieur für Bekleidungstechnik
  • Ingenieur für Druck- und Medientechnik
  • Ingenieur für Elektrotechnik
  • Ingenieur für Fahrzeugtechnik
  • Ingenieur für Glas, Keramik, Bindemittel
  • Ingenieur für Holztechnik
  • Ingenieur für Kunststofftechnik
  • Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik
  • Ingenieur für Maschinenbau
  • Ingenieur für Schiffbau/Schiffstechnik