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Aufgaben und Tätigkeiten

In der Konsumgüterindustrie entwickeln Produktmanager aufgrund von recherchierten Marktlücken Produktideen und setzen sie in Zusammenarbeit mit der Fertigung zu marktreifen Prototypen um. Zudem übernehmen sie die Sortimentsgestaltung hinsichtlich Sortimentstiefe und -breite im Einklang mit der Marketingkonzeption. Sie bestimmen die zu einer Produktlinie gehörenden Produkte - zum Beispiel Waschmittel oder Schokoriegel - beziehungsweise die Anzahl von Produktlinien, die das Unternehmen am Markt anbieten wird. Schließlich sind sie an der Gestaltung der Produktverpackung beteiligt, dabei arbeiten sie mit Mitarbeitern der Verkaufsförderung und der Werbeabteilung zusammen. Im Team legen sie beispielsweise Form und Farbe eines Produktes fest. In der Markenberatung ermitteln sie das Konsumverhalten von Zielgruppen, entwickeln Kommunikationsstrategien und setzen diese in Zusammenarbeit mit Werbeagenturen um. Produktmanager werden auch in der Industrie eingesetzt, z.B. in der Chemie- und Pharmaindustrie.

Dort koordinieren sie die klinischen Entwicklungsprogramme und die Marktforschung; auch sind sie Ansprechpartner der unterschiedlichen Abteilungen bei der Einführung des Produktes auf dem Markt. In der Investitionsgüterindustrie sind Produktmanager ebenfalls zu finden. Sie entwickeln Marketingstrategien und verantworten die Produktpositionierung auf dem - oft internationalen - Markt. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Lifecycle-Planung, d.h. die Lebensdauer des Produkts im Auge zu haben und es rechtzeitig durch eine neue oder überarbeitete Version zu ersetzen.

 

Arbeitsbereiche/Branchen

Arbeitsplätze finden Produktmanager in Unternehmen aller Wirtschaftszweige. Sie arbeiten in Industrie-, Handels- und größeren Handwerksbetrieben und auch im Dienstleistungsbereich, z.B. in Werbeagenturen.

 

Arbeitsbedingungen

Die Aufgaben von Produktmanagern fallen je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich aus. Damit die Produkte im Wettbewerb bestehen und zum Unternehmenserfolg beitragen, benötigen Produktmanager umfangreiche Marketingkenntnisse und ein Gespür für Markttrends; diese erarbeiten sie sich durch sorgfältige Analyse der Marktforschungsergebnisse und durch Internetrecherche. Da Produktmanager in der Regel mehrere Projekte gleichzeitig betreuen, sind Organisationstalent und Koordinationsfähigkeit erforderlich. Hauptsächlich sind sie in Büroräumen tätig, aber auch in Werk- und Produktionshallen, z.B. wenn sie Produktideen in Zusammenarbeit mit der Fertigung zu marktreifen Prototypen umsetzen. Sie arbeiten eng mit anderen Fachabteilungen wie Entwicklung, Produktion und Vertrieb zusammen und brauchen dafür Kommunikations- und Teamfähigkeit, wenn sie z.B. zugunsten des Designs ein aufwendigeres Produktionsverfahren durchsetzen müssen.

Im Gespräch mit ihren Auftraggebern treten sie sicher und souverän auf. Kundenorientiertes Denken beweisen sie, indem sie die individuellen Wünsche der Kunden berücksichtigen. Produktmanager behalten selbst dann den Überblick, wenn sie unter Zeitdruck stehen, es unvorhergesehene Probleme gibt oder ein sehr enger Terminplan bis zur Markteinführung eines Produkts eingehalten werden soll. Daher müssen sie flexibel und belastbar sein und sich auf wechselnde Arbeitszeiten einstellen, die sehr stark von den Produktionsterminen abhängen. Im internationalen Geschäftsumfeld wird üblicherweise in einer Fremdsprache, insbesondere in Englisch, kommuniziert und verhandelt.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Bildschirmarbeit (z.B. Internetrecherche)
  • Arbeit in Büroräumen (z.B. Markforschungsergebnisse analysieren, um Marktlücken zu entdecken)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (Produktideen in Zusammenarbeit mit der Fertigung zu marktreifen Prototypen umsetzen)
  • Kundenkontakt
  • Termin- und Zeitdruck (z.B. bei unvorhergesehenen Problemen und engen Terminplänen)

 

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Brandmanager/in
  • Produktlinienmanager/in

 

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Für Ingenieure stellen folgende Berufe u.a. Zugangsmöglichkeiten zur Tätigkeit als Produktmanager dar.

  • Ingenieur für Biotechnologie
  • Ingenieur für Lebensmitteltechnologie
  • Ingenieur für Medientechnik/Multimedia
  • Ingenieur für Medizintechnik
  • Ingenieur für Technisches Management

 

Funktions- und Aufgabenbereiche

Als Produktmanager arbeitet man vorwiegend in folgenden betrieblichen Funktions- und Aufgabenbereichen:

  • Marketing, Werbung
  • Organisation, Planung
  • Vertrieb, Verkauf

 

Weiterbildung

Perspektiven

Auch wer sich im Bereich Produktmanagement erfolgreich spezialisiert hat, steht - bedingt durch Veränderungen und Neuerungen - beruflich immer wieder vor neuen Herausforderungen. Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es daher, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und sein Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich beruflich zu verändern, im Beruf voranzukommen oder im Ausland zu arbeiten.

Am Ball bleiben

Produktentwicklung, Sortimentsgestaltung, Marktforschung oder die Einführung neuer Softwarelösungen sind Themen, denen sich Produktmanager immer wieder neu stellen müssen. Das Spektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Qualitätsmanagement über Marktanalyse bis hin zu Marketing.

Studium

Produktmanager mit Hochschulzugangsberechtigung können - sofern sie nicht bereits über einen entsprechenden Hochschulabschluss verfügen - beispielsweise einen Bachelorabschluss im Bereich Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing erwerben. Wer bereits ein Bachelorstudium abgeschlossen hat und Führungspositionen anstrebt oder an Hochschulen tätig sein möchte, wird - sofern er die Voraussetzungen erfüllt - ein Masterstudium anschließen. Für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule ist in der Regel eine Promotion erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor benötigt man eine Habilitation. Die Promotion erleichtert auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen. Masterabschlüsse berechtigen grundsätzlich zur Promotion. Die Universitäten können nach einer Eignungsfeststellung Absolventen mit Bachelorabschluss auch ohne Masterabschluss zur Promotion zulassen.

 

Kompetenzen

Die folgende Liste enthält eine Auswahl der für diesen Beruf wichtigsten Fertigkeiten und Kenntnisse. Die Auswahl dieser Kompetenzen erfolgt auf Basis der Auswertung von Stellen- und Bewerberangeboten. Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:

  • Entwicklung
  • Kalkulation
  • Konzeption (Werbung, Marketing, PR)
  • Marktforschung
  • Produktmanagement
  • Sortimentsgestaltung

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Kundenberatung, -betreuung
  • Marketing
  • Qualitätsmanagement
  • Verpackungsgestaltung


Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit, http://berufenet.arbeitsagentur.de

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