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Spezialisierungsformen

Ingenieure für Service und Instandhaltung spezialisieren sich auf die Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Maschinen und Anlagen z.B. des Maschinen- oder Fahrzeugbaus, der Textil-, Druck-, Versorgungs oder Verpackungstechnik. Auch im Energie- oder Facility-Management sowie in der Gebäudetechnik können sie Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Dabei legen sie ihren Schwerpunkt auf Teilgebiete wie Organisation und Überwachung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, Fehler- oder Störungsdiagnose, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, Vertrieb und Marketing oder Kundenberatung. Auch in der Anwendungsberatung oder als Sachverständige sind sie tätig. Ein Master- oder Diplomabschluss eröffnet ggf. weitere Möglichkeiten in Wissenschaft, Forschung und Lehre. Daneben sind sie in der Aus- und Weiterbildung beschäftigt.

 

Weiterbildung

Perspektiven

Der erfolgreiche Einstieg in den Beruf ist erst der Anfang: Eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen anzupassen. Andere Perspektiven im Berufsleben können sein, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich selbstständig zu machen. Wer internationale Erfahrungen sammeln und im Ausland arbeiten möchte, kann seine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und internationale Qualifikationen erwerben.

Qualifizierung und Spezialisierung

Der ständige Wandel im Bereich Maschinen- und Anlagentechnik stellt Ingenieure für Service und Instandhaltung täglich vor neue Herausforderungen. Da sie interdisziplinär arbeiten, müssen sie sich darüber hinaus permanent in neue Fachgebiete einarbeiten und ihren Wissensstand in anderen Fachgebieten erweitern.
Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von Instandsetzung, Wartung und Maschinentechnik bis hin zu Betriebsanlagentechnik.

Masterstudiengang: Sprungbrett zum Erfolg

Wer Führungspositionen anstrebt oder im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sein möchte, wird - sofern er die Voraussetzungen erfüllt - ein Masterstudium anschließen.
Während ein konsekutiver Masterstudiengang auf den Inhalten eines vorangegangenen Bachelorstudiums aufbaut, kann bei nichtkonsekutiven und weiterführenden Masterstudiengängen auch eine andere inhaltliche Ausrichtung gewählt werden. Für die Zulassung zu einem weiterführenden Masterstudium ist in der Regel eine mindestens einjährige Berufspraxis Voraussetzung.

Promotion/Habilitation

Für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule ist in der Regel eine Promotion erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor benötigt man eine Habilitation. Die Promotion erleichtert auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen. Masterabschlüsse berechtigen grundsätzlich zur Promotion. Die Universitäten können nach einer Eignungsfeststellung Absolventen mit Bachelorabschluss auch ohne Masterabschluss zur Promotion zulassen.

Existenzgründung

Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. einen Dienstleistungsbetrieb gründen. Zudem können Ingenieure für Service und Instandhaltung auch als Gutachter und Sachverständiger tätig werden.



Kompetenzen

Die folgende Liste enthält eine Auswahl der für diesen Beruf wichtigsten Fertigkeiten und Kenntnisse. Die Auswahl dieser Kompetenzen erfolgt auf Basis von Studienordnungen sowie der Auswertung von Stellen- und Bewerberangeboten.Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt:

  • Arbeitsvorbereitung
  • Betriebsmitteleinsatz planen
  • Betriebstechnik
  • Facility Management
  • Gebäudesystemtechnik, Gebäudeleittechnik
  • Haustechnik
  • Instandhaltungsmanagement
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Versorgungstechnik
  • Wartung, Reparatur, Instandhaltung

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Automatisierungstechnik, Prozessautomatisierung
  • Elektrotechnik
  • Energieverteilung, Energieversorgung
  • Fördertechnik
  • Heizungstechnik
  • Kalkulation
  • Klimatechnik
  • Kundenberatung, -betreuung
  • Lehrtätigkeit (Hochschule)
  • Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)
  • Projektmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Sanitärtechnik

 

Ausblick - Trends und Entwicklungen

Integrierte Instandhaltung

In produzierenden Unternehmen spielt die integrierte Instandhaltung von Produktionsanlagen, auch Total Productive Maintenance (TPM) genannt, eine immer größere Rolle. TPM dient der Sicherstellung der hundertprozentigen Verfügbarkeit der Anlagen sowie der Qualitätssicherung der Produktion. Dazu werden alle Mitarbeiter in die Verbesserungs- und Instandhaltungsprozesse aktiv einbezogen und bedarfsgerecht qualifiziert.
Ingenieure für Service und Instandhaltung vermitteln den Produktionsmitarbeitern Kenntnisse, die diese zur selbstständigen Durchführung von Instandhaltungsarbeiten, sowie kleineren Wartungsarbeiten befähigen. Dadurch werden Ingenieure für Service und Instandhaltung entlastet und können sich vermehrt darum kümmern, die Effektivität der Anlagen zu optimieren, die Instandhaltungsprozesse zu stabilisieren und zu verbessern sowie Mitarbeiter für die vorbeugende Instandhaltung zu sensibilisieren.


Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit, http://berufenet.arbeitsagentur.de
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