Die Pharmaindustrie ist ein wichtiger Zweig der chemischen Industrie. Im Jahr 2007 ist rund 22 Prozent der gesamten chemischen Produktion auf pharmazeutische Erzeugnisse entfallen. Im Jahr 2007 hat die pharmazeutische Industrie einen Umsatz von 31,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Inlandsumsatz lag bei 13,7 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz ist auf 17,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Pharmaindustrie ist außerordentlich forschungsintensiv. Im Jahr 2007 lagen die Forschungsaufwendungen allein bei großen forschenden Herstellern bei etwa 4,5 Milliarden Euro. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, www.bmwi.de).

In Deutschland gibt es etwa tausend im Pharmabereich tätige Unternehmen, die etwa 117.000 Menschen beschäftigen. Darunter sind viele im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Weitere 126.000 Menschen sind bei Zulieferern und Dienstleistern der Pharmaindustrie beschäftigt (Stand: 2006). Es ist der pharmazeutischen Industrie zu verdanken, dass mittlerweile viele Krankheiten heilbar sind und nicht hoffnungslos zum Tode führen. Die Pharmaindustrie agiert mit einer hohen Forschungsintensität. In pharmazeutischen Unternehmen und Universitäten wird gezielt nach neuen Wirkstoffen, Wirkstoffkombinationen und Anwendungsgebieten für vorhandene Medikamente und die Entwicklung neuer Arzneien geforscht. Im Durschnitt dauert es etwa zwölf Jahren, bis ein neues Medikament nach verschiedenen klinischen Tests und Studien von den Arzneimittelbehörden für die Vermarktung zugelassen wird.

Laut der Roten Liste, dem berühmtesten Arzneimittelverzeichnis, gibt es in Deutschland gegenwärtig über 8.800 Präparate, doch viele davon werden selten genutzt. Berücksichtig man auch Faktoren wie z.B. Wirkungsstärke oder Dosierung, steigt die Zahl auf mehr als 40.000. Neben Originalpräparaten gibt es sogenannte Generika bzw. Medikamente, die eine wirkstoffgleiche Reproduktion eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Arzneimittels sind. Generika können sich von den Originalpräparaten durch andere Hilfsstoffen und Produktionstechnologie unterscheiden. Der Anteil der Generika am gesamten Arzneimittelmarkt liegt bei 68 Prozent.

 

Weitere Infos zur Pharmaindustrie unter:

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, www.bpi.de 
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V., http://www.vfa.de
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V., www.bah-bonn.de
Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller e.V., www.fah-sinzig.de
Berufsverband der Pharmaberater e.V., www.pharmaberater-bdp.de
Deutscher Generikaverband e.V., www.generika.de


Unternehmen u.a.:

Hexal, www.hexal.de
Novartis, www.novartis.de
Sanofi Aventis, www.sanofi-aventis.de
Ratiopharm, www.ratiopharm.de
AstraZeneca, www.astrazeneca.de
Roche, www.roche.de
GlaxoSmithKline, www.glaxosmithkline.de
Pfizer, www.pfizer.de
Bayer, www.bayer.de
Stada, www.stada.de
Novo Nordisk, www.novonordisk.de
Wyeth, www.wyeth.de
Boehringer Ingelheim, www.boehringer-ingelheim.de
MSD, www.msd.de
Abbott, www.abbott.de
Janssen-Cilag, www.janssen-cilag.de
Merck, www.merck.de
Lilly, www.lilly-pharma.de
Essex, www.essex.de
Schwarz Pharma, www.schwarzpharma.de
Baxter, www.baxter.de
Berlin-Chemie, www.berlin-chemie.de
Nycomed, www.nycomed.de
Altana, www.altana.com/de
Betapharm, www.betapharm.com
Takeda, www.takeda.de
Biogen Idec, www.biogenidec.de
Mundipharma, www.mundipharma.de
Astellas, www.astellas.de

 

 

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