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Erneuerbare Energiequellen erleben einen wahren Boom

Die Relevanz von erneuerbaren Energien für Wirtschaft und Energiemärkte in Deutschland wächst zunehmend. Erneuerbare bzw. alternative Energien sind aufgrund steigender Energiepreise und zunehmender Klimaschutzprogrammen auch zum Gegenstand gesellschaftlicher und politischer Diskussionen geworden. Nach Verabschiedung des EEG-Gesetzes im Jahr 2000 durch die Bundesregierung, ist die Bedeutung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie, Windenergie, Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie für Energiemärkte und Wirtschaft stark gestiegen.  In einigen Bereich, wie zum Beispiel in der Windkraftenergie oder Solarenergie, ist Deutschland mittlerweile weltweit führend oder auf den ersten Positionen. Die aktuellen Daten und Prognosen des Bundesverbandes Erneuerbare Energien verzeichnen ein Branchenwachstum und Entwicklungspotentiale auf allen Ebenen, vom Klimaschutz über Umsatz bis hin zu Beschäftigungsplanungen der Unternehmen. (Infos zu Studium Erneuerbare Energien, Karriere Erneuerbare Energie und Jobs Erneuerbare Energie unter www.gate4renewables.de)

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

Rekordjahr 2006

Die Gesamtbrache konnte im Rekordjahr 2006 einen Umsatz von 21,6 Milliarden erwirtschaften: 11,3 Milliarden aus Anlagenerrichtung und 10,3 Milliarden Euro aus Anlagenbetrieb. Dies entspricht insgesamt etwa 3 Milliarden mehr als im Jahr 2005. Die Anteilsquoten am Endenergieverbrauch (7,4 - 7,7 % vs. 6,6 - 6,8 %), Stromverbrauch (11,8 % vs. 10,4 %), Wärmeverbrauch (5,9 - 6,2 % vs. 5,3 %), und Kraftstoffverbrauch (4,7 - 5,4 % vs. 3,8 %) haben sich im Vergleich zum Vorjahr hervorragend entwickelt. Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energie ist von 64,35 auf 71,53 Milliarden Kilowattstunden um 11,2 % gestiegen. Die Kraftstofferzeugung durch regenerative Energiequellen ist sogar von 22,3 auf 32,6 Milliarden Kilowattstunden um 46,3 % angewachsen.

Um gute 10,4 % ist auch die Wärmeerzeugung von 89,1 auf 98,3 Milliarden Kilowattstunden angestiegen. Die Verwendung erneuerbarer Energien hat etwa 97-100 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß vermieden, im Vergleich zum Vorjahr etwa 14 Millionen Tonnen mehr. Im Jahr 2006 sind durch erneuerbare Energien Kosten in Milliardenhöhe vermieden worden: 1,5 Milliarden Euro Co2-Kosten, 4,2 Milliarden für weggefallene Energieimporte (Öl, Gas, Kohle und Uran) und 3,2 Milliarden Euro für Umweltkosten. Die Energiebereitstellung durch in Terawattstunden hat im Jahr 2006 einen Wert von 202,5 erreicht. Die entspricht dem Energieverbrauch von 10 Millionen Haushalten. Windkraft, Bioenergie und andere erneuerbare Energien ersetzen zunehmend Atomstrom und fossile Energien. Bis 2030 soll eindeutig mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden, als der Stromanteil, der durch den Kernenergieausstieg gestrichen bleibt. (Quelle: Bundesverband Erneruerbare Energie e.V., www.bee-ev.de)
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Rekordzahlen

 

Aussichtsreiche Entwicklung der Beschäftigungszahlen

Erfreulicherweise hat das Wachstum der erneuerbaren Energien in Deutschland innerhalb einer relativ kurzen Zeit zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl geführt. Die Zahl der Beschäftigten ist von etwa 157.000 im Jahr 2004 auf rund 214.000 im Jahr 2006 angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent. Im Bereich Biomasse sind etwa 95.400 Mitarbeiter, in der Windbranche 90.000 und in der Solarbranche 40.000 beschäftigt. Bis 2020 rechnet man in der Windindustrie mit 110.000 Beschäftigten und nach dem Bundesverband Solarwirtschaft soll die Zahl der Beschäftigten in der Solarbranche bis auf 200.000 steigen. Unternehmen sind überzeugt, dass insbesondere im Bereich der festen Biomasse und der Fotovoltaik die Beschäftigungszahlen bis 2010 um mehr als 100 Prozent ansteigen werden. Auch in den Bereichen Wind, Biogas, Geothermie und Solarthermie sind Unternehmen stark zuversichtlich und erwarten Zuwachsraten in der Beschäftigung  zwischen 30 und 55 Prozent.

Dagegen ist die Erwartung für den Bereich Wasserkraft nicht so hoch. Unternehmen gehen davon aus, dass hier die Beschäftigtenzahl nur um etwa 4 Prozent steigen wird. Außerdem glauben 68 Prozent der Unternehmen, dass Deutschland weit und breit der attraktivste Unternehmensstandort ist. Das ist sicherlich u.a. auf die wirkungsvollen politischen Maßnahmen zur Markteinführung von erneuerbaren Energien zurück zu führen. In der Gunst der Unternehmen als weitere attraktive Unternehmensstandorte kommen dann die Europäische Union (25) mit 16 Prozent, China mit 5 Prozent, weitere europäische Länder mit 4 Prozent, gefolgt von Indien, den restlichen asiatischen Ländern und Amerika mit jeweils 2 Prozent.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

 Mehr Infos unter:

 

Mitgliedsverbände des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V.

 

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