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Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau

Die in der Weltmarktanalyse der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau berücksichtigten Anlagentypen sind großindustrielle Produktionsanlagen zur Herstellung von Grundstoffen und Energie. Wichtige Produkte sind u.a. Kraftwerke, Chemieanlagen, Hütten- und Walzwerke, Zementanlagen, Zellstoff- und Papieranlagen, Luft- und Gasverflüssigungsanlagen, sowie Anlagen zur Herstellung von Halbleitern. Nicht berücksichtigt sind die Bauindustrie (Hoch- und Tiefbau), der Schiff- und Werftenbau, die Rüstungsindustrie, sowie sogenannte Upstream-Anlagen zur Förderung von Öl und Gas. Die Hauptwettbewerber des deutschen Anlagenbaus kommen aus den Industrieländern USA, Japan und Westeuropa. In Westeuropa spielen vor allem französische und italienische Anbieter sowie skandinavische und schweizerische Unternehmen eine bedeutende Rolle.

Holzbearbeitungsmaschinen

Das Jahr 2007 war für die deutschen Holzbearbeitungsmaschinenhersteller von einem zweistelligen Wachstum gekennzeichnet. Sowohl die Produktion (+ 12,7 Prozent) als auch der Export (+ 13,6 Prozent) konnten zulegen. Wertmäßig betrug der Export im Jahr 2007 rund 2,2 Milliarden Euro. Der Exportanteil für stationäre Holzbearbeitungsmaschinen betrug rund 70 Prozent.

Hütten- und Walzwerkeinrichtungen

Die Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Stahl- und NE-Metallindustrie, haben im Fachverband Hütten- und Walzwerkeinrichtungen im VDMA einen kompetenten Partner, der seine Mitgliedsfirmen in allen branchenspezifischen Fragestellungen berät und unterstützt. Der Fachverband Hütten- und Walzwerkeinrichtungen deckt folgende Bereiche ab: Herstellung und Aufbereitung von Roh- und Ausgangsstoffen, Roheisengewinnung, Reduktionsverfahren, Stahlerzeugung, NE-Metallerzeugung, Formgebung von Stahl und NE-Metallen, Bandbehandlungsanlagen, Adjustageanlagen, Nebeneinrichtungen in Walzwerken, Umweltschutz-Einrichtungen.

Elektrische Automation

Im Fachverband Elektrische Automation werden über 140 Unternehmen betreut. Sie decken folgende Angebotsfelder ab: Sensorik, Steuerungstechnik, Kommunikation / Netzwerke / Feldbusse, Bedienen und Beobachten, sowie Aktuatorik. Sie treiben die Kernthemen der Automatisierung voran, wie zum Beispiel Anwendung von Ethernet, Sicherheit für Mensch und Maschine oder kabellose Kommunikation. Es wird das Ziel verfolgt, die Automatisierung für den Maschinen- und Anlagenbau greifbar zu machen.

Industrielle Bildbearbeitung

Die deutsche Bildverarbeitungsindustrie erzielte im Jahr 2007 einen Umsatzzuwachs von drei Prozent und lieferte damit Bildverarbeitungsprodukte im Wert von 1,15 Milliarden Euro in alle Welt. Für 2008 erwarten die Hersteller ein deutlich kräftigeres Wachstum von sechs Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Während der Umsatz der Bildverarbeitungssysteme 2007 stagnierte, zeigt der um elf Prozent gestiegene Stückzahlverkauf, dass die industrielle Bildverarbeitung weiterhin starke Zuwachsraten verbucht und der Bedarf an dieser Technologie stetig zunimmt. Die unterschiedliche Entwicklung von Umsatz und Stückzahlen ist dabei hauptsächlich auf den verstärkten Einsatz von preiswerten und einfach einsetzbaren Standardprodukten zurückzuführen. Die deutsche Bildverarbeitungsindustrie konnte ihre Lieferungen ins Ausland in den vergangenen Jahren überproportional steigern. So stieg die Exportquote von 38 Prozent im Jahr 2003 auf 56 Prozent im Jahr 2007.

Kälte- und Wärmepumpentechnik

Unternehmen der Kälte- und Wärmepumptechnik bieten weltweit alle bekannten Kälteerzeugungsverfahren an. Sie produzieren kältetechnische Komponenten und Zubehör und errichten Anlagen, die durch ständige technologische Weiterentwicklung den hohen Anforderungen des Umweltschutzes gerecht werden. Besondere Bedeutung kommt dabei den eingesetzten Kältemitteln zu. Angesichts ihrer Angebotspalette, ihrer Technologieführerschaft in vielen Bereichen und ihres Mitarbeiterpotentials gehört die deutsche Kältebranche zu den Wirtschaftszweigen, die im Zeichen des globalen Wettbewerbs Zukunft und damit Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland als Industrienation haben. Eine Stärke der Branche ist ihre überwiegend mittelständische Struktur. Nur wenige Anbieter sind börsennotiert.

Klima- und Lüftungstechnik

Aufgabe der  Klimatechnik ist die Schaffung und Regelung der gewünschten Umgebungsbedingungen in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität in einem Raum. Diesbezüglich sind Klimaanlagen erforderlich, die mit zweckentsprechender Luftführung in den Räumen Wärme abführen bzw. kühlen oder zuführen bzw. heizen, die Feuchtigkeit erhöhen bzw. befeuchten oder senken bzw. entfeuchten und die eingesetzte Luft bzw. das eingesetzte Wasser transportieren. Mit Lüftungstechnik bezeichnet man den Prozess der der Versorgung von bestimmten Bereichen mit Luft. Man unterscheidet zwischen Raumluft- und Prozesslufttechnik.

Die Prozesslufttechnik wird in Absaugung, Abscheidung, Förderung und Trocknung gegliedert, die Raumlufttechnik wird in freie bzw. mechanische Lüftung oder in Anlagen mit Lüftungsfunktion bzw. Anlagen ohne Lüftungsfunktion unterteilt. Anwendungsgebiete der Klima- und Lüftungstechnik sind u.a. Büros, Lagerhäuser, Wohngebäude. Die Allgemeine Lufttechnik bleibt auf Wachstumskurs. Insbesondere Kältetechnik und Oberflächentechnik legen zu. Für das Jahr 2008 rechnet der Fachverband für die Allgemeine Lufttechnik mit einem um ca. 5 Prozent gestiegenen Produktionsvolumen.

Kompressoren-, Druckluft- und Vakuumtechnik

Ohne "Nichts" geht nichts. Damit lässt sich die Bedeutung der Vakuumtechnik für die moderne Welt zusammenfassen. In jedem Haushalt finden sich Beispiele für angewandte Vakuumtechnik: das Vakuum in der Glühbirne, CDs und DVDs, titanbeschichtete Uhren und nicht zuletzt der Computer. Aber auch vakuumverpackte oder gefriergetrocknete Lebensmittel beweisen den alltäglichen Nutzen der Vakuumtechnik. Für fleißige Heimwerker ist er ein "Muss": der Druckluftkompressor, der die Werkzeuge antreibt oder auch mal Reifen aufpumpt. Auch in den Industrie- und Handwerksbetrieben ist die Druckluft nicht wegzudenken.

Neben der Energieerzeugung für pneumatische Antriebe und Werkzeuge findet die Drucklufttechnik noch Einsatzgebiete z.B. beim Aufblasen von PET-Flaschen oder Kfz-Tanks, aber auch bei der Versorgung mit Atemluft im medizinischen Bereich oder bei der Herstellung von künstlichem Schnee mittels Schneekanonen. Neben den drucklufterzeugenden Kompressoren gibt es die Prozessgaskompressoren mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Erst Kompressorstationen ermöglichen die Durchleitung von Erdgas durch interkontinentale Pipelines. Ebenso unersetzlich sind die Kompressoren zur Verflüssigung von Biomasse zu Kraftstoffen, in Raffinerien oder bei der industriellen Gaserzeugung.

Kunststoff- und Gummimaschinen

Der Kunststoff- und Gummimaschinenbau ist wichtiger Partner der deutschen Kunststoff- und Kautschukindustrie und auch ein bedeutender Teilbereich des Maschinenbaus.

Landtechnik und -maschinen

Die Landtechnik-Industrie hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wandlungsprozess in Richtung Globalisierung mitgemacht. Es gibt in der Landtechnik-Branche mittlerweile einige große multinationale Konzerne mit starken internationalen Verflechtungen. Daneben bestehen viele mittelständische Unternehmen, die häufig noch als Familienunternehmen geführt werden. Zusammen genommen erzielten die VDMA-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2007 einen Landtechnikumsatz aus deutscher Produktion von 6,1 Milliarden Euro. Für 2008 wird prognostisch mit 7,3 Milliarden Euro gerechnet. Die rund 150 Mitgliedsunternehmen, die im VDMA organisiert sind, repräsentieren über 90 Prozent des Branchenumsatzes in Deutschland. Insgesamt arbeiten bei den etwa 200 deutschen Landtechnikherstellern (mit mehr als 20 Beschäftigten) rund 27.000 Mitarbeiter.

Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung

Für den Industriestandort Deutschland ist die Schlüsseltechnologie Laser von besonderer Bedeutung. Die auf ihrem Erfolgskurs sehr konstanten deutschen Hersteller von Lasern und Laseranlagen sind Technologie- und Weltmarktführer. In zahlreichen Wirtschaftssparten, von der Automobil- und Flugzeugindustrie, über den Maschinenbau und die Elektrotechnik / Elektronik, bis hin zur Medizin- und Mikrosystemtechnik, profitieren deutsche Unternehmen von diesem Erfolg. Die schnelle Weiterentwicklung der Lasertechnik prägte die letzten Jahre der Laserbranche.

Die Laserleistung stieg allgemein, genauso die Strahlqualität. Im Bereich der Strahlquellen bieten Geräte wie der Scheibenlaser die Grundlage für die Erschließung neuer Anwendungen. Weiterentwickelte Systeme und Prozesstechniken erhöhen nicht nur die Produktivität sondern eröffnen auch neue Wachstumsmärkte. Der Trend zu höheren Laserleistungen setzt sich auch beim Laserschneiden in der flexiblen Blechbearbeitung fort. Dies ist nach wie vor der umsatzstärkste Markt für Lasersysteme.

Micro Technology

Die moderne Welt wird jetzt noch größer: Durch Mikrotechniken, die unsere bisherigen Grenzen des Machbaren durchbrechen. Das ermöglicht völlig neue Anwendungen in Produkten des Maschinen- und Anlagenbaus, der Chemie, Pharmazie und Life-Science-Industrie sowie der Automobilindustrie und Elektrotechnik, um nur einige zu nennen. Seit einigen Jahren konzentrieren sich die Einsatzmöglichkeiten von Mikrotechniken nicht mehr ausschließlich auf das Feld der Mikroelektronik: Neben mechanischen, fluidischen oder optischen Komponenten ist nun auch die Sensorik im Wandel. Die breitgefächerte Nutzung dieser Komponenten und Subsysteme steht im Maschinen- und Anlagenbau, sowie vielen anderen Technologiefeldern der Investitionsgüterindustrie jedoch erst am Anfang. Ein enormes Potenzial – die Chancen der Mikrotechniken.

Montage- und Handhabungstechnik

Die Montage ist ein großer Kostenfaktor in der Produktion. Wer präzise, sicher und kostengünstig produzieren will, kommt um eine kluge Automatisierung der Montage nicht herum. Diese Entwicklung war nie deutlicher zu spüren als jetzt. Die Märkte für anspruchsvolle Produkte sind weltweit zunehmend hart umkämpft – neben Automobilen sind hier insbesondere elektronische und pharmazeutische Produkte sowie die Medizintechnik zu nennen. Die Montage- und Handhabungstechnik, der umsatzstärkste Bereich der Robotik und Automation, erlebte 2007 ein sehr starkes Jahr: Um 12 Prozent nahmen die Umsätze zu und erreichten 5 Milliarden Euro – 2006 war lediglich ein Anstieg von 5 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Auch für 2008 werden noch sehr gute Zahlen gemeldet, sodass unsere Statistik-Experten mit einem Umsatz-Wachstum von mindestens weiteren 8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro ausgehen. Die Automobil- und Automobilzulieferindustrie ist mit 48 Prozent Umsatzanteil in 2007 zwar immer noch die größte Abnehmerbranche, konnte aber nicht an ihre Bedeutung vom Vorjahr anknüpfen, als sie noch 54 Prozent ausmachte. Diese Entwicklung ist der zunehmenden Bedeutung der Pharma- und Medizintechnik zu verdanken, deren Systemumsatz von 13 Prozent auf 16 Prozent stieg.

Motoren und Systeme

Die deutschen Motorenhersteller im non-road Bereich stellen mit 35.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 7 Milliarden Euro einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Ihre Produkte werden vielfältig eingesetzt in Landmaschinen und Traktoren, in Baumaschinen, zum Antrieb von Schiffen und in der Energieerzeugung. Die Branche ist durch global aufgestellte Unternehmen bestimmt, deren Exportanteil weit über 70 Prozent liegt. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten gehören derzeit im Bereich Schiffsmotoren Asien, im Bereich mobile Maschinen dominieren die Länder der europäischen Union, Nordamerika und China und im Bereich Energieerzeugung Europa und der asiatische Markt. Die Nachfrage nach Motoren ist abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in den Abnehmerbranchen Mobile Maschinen, Schiffbau und Energieerzeugungsanlagen.

Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen

Mit einem Produktionsvolumen von 10,6 Milliarden Euro (2007) gehört die Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinenindustrie zu den größten Fachzweigen im deutschen Maschinenbau. Rund 650 Unternehmen mit fast 60.000 Beschäftigten sind in diesem Segment tätig. Davon stellen rund 300 Unternehmen Verpackungsmaschinen her. Die Technisierung und Automatisierung der Produktionsprozesse in der Nahrungsmittelerzeugung, -verarbeitung und -verpackung ist weltweit auf dem Vormarsch.

In hoch entwickelten Industrieländern sorgen Produktinnovationen, neue Trends in der Ernährung und Verpackung für eine stabile Investitionstätigkeit auf hohem Niveau. Starke Wachstumsimpulse kommen aus Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen noch ein erheblicher Technisierungs- oder Modernisierungsbedarf besteht. Beides sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist und auch zukünftig weiter zunehmen wird.

(Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., www.vdma.de)

 

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