Der Begriff Oberflächentechnik umfasst die Summe aller Technologien zum Verändern der Eigenschaften von Oberflächen. Die Branche bleibt 2008 auf Wachstumskurs. Bisher lassen die Indikatoren eine weitere stabile Entwicklung der allgemeinen Lufttechnik erkennen. Das Jahr 2009 birgt erhebliche konjunkturelle Risiken für die Branche, aber auch Chancen durch das Angebot energieeffizienter Lösungen.

Präzisionswerkzeuge

Für 2008 erwarten die Hersteller von Präzisionswerkzeugen ein Produktions-Plus von nochmals sieben Prozent. Damit sollte 2008 die 10 Milliarden-Euro-Marke zu schaffen sein. Im Jahr 2007 konnten die überwiegend mittelständischen Hersteller von Präzisionswerkzeugen ihre Produktion gegenüber dem Vorjahr insgesamt um sieben Prozent steigern und Werkzeuge im Wert von 9,3 Milliarden Euro herstellen. Hierzu trugen die Spannzeuge mit einem Produktionsplus von 23 Prozent, die Zerspannwerkzeuge mit einer Steigerung von 11 Prozent und die Messtechnik mit einer Zunahme von vier Prozent bei. Der Werkzeugbau erzielte mit etwas über vier Milliarden Euro denselben Produktionswert wie im Vorjahr. Die Präzisionswerkzeug-Branche ist nicht nur eine der innovativsten Branchen im Maschinenbau, sondern mit einer Investitionsquote von 4,4 Prozent - gemessen am Umsatz - auch eine der beiden investitionsintensivsten.

Productronic

Der Fachverband Productronic im VDMA repräsentiert mit rund 75 Mitgliedern im Wesentlichen die gesamte Prozesskette der Elektronikfertigung. Die Mitglieder fertigen Maschinen und Anlagen auf denen ein breites Spektrum von Komponenten und Systemen hergestellt wird: Halbleiter und Halbleiterkomponenten, Leiterplatten (PCBs), elektronische Baugruppen (PWBs) und Hybride, multifunktionale Systeme der Mikrosystemtechnik (MST / MEMS), Flachdisplays (FPDs), z.B. LCDs und Plasmadisplays, magnetische und optische Datenspeicher (Festplatten, CDs, DVDs), Sensoren, Smart Cards, Photovoltaik-Solarzellen und –module. Die Productronic-Branche ist Teil einer globalen Industrie, die den Elektronikherstellern erlaubt, ihre High-tech-Produkte in großen Stückzahlen zu fertigen und den Endverbrauchern zu einem günstigen Preis anzubieten. Damit ist die Productronic-Branche wesentlicher Teil des Erfolges, Hochtechnologie für jeden erschwinglich zu machen.

Prüfmaschinen

Prüfmaschinen werden zur Bestimmung von Spannungs-Dehnungs-Diagrammen bzw. daraus entstehende Kennwerten für Werkstoffe angewendet. Der Höhenflug im deutschen Prüfmaschinenbau setzte sich auch 2007 fort. Mit 1,6 Milliarden Euro lag die Produktion um gut 16 Prozent über dem Ergebnis aus dem Jahr 2006. Dieser enorme Zuwachs ist auf das florierende Geschäft in allen Teilbranchen zurückzuführen.

Pumpen und Systeme

Unbemerkt verrichten zahlreiche kleine und große Pumpen täglich ihren Dienst, um den Menschen das Leben zu vereinfachen. Wertvolle Dienste leisten Brauchwasserpumpen, die uns mit fließendem Wasser versorgen, oder Heizungspumpen, die an kalten Tagen die Wärme in die Häuser bringen. Aber auch große Pumpen, die beispielsweise in Kraftwerken eingesetzt werden, sind unverzichtbare Helfer für unseren Alltag. Pumpen gibt es in allen Größen: vom kleinen Zimmerspringbrunnen bis zu riesigen Pumpen, die in Staudämmen eingesetzt werden, reicht das Leistungsspektrum der Pumpenhersteller. Viele dieser weltweit eingesetzten Pumpen kommen aus Deutschland. Pumpen im Wert von über 4 Milliarden Euro verlassen jährlich Deutschland, um z.B. bei Zahnärzten, auf Ölplattformen oder in der Papierindustrie eingesetzt zu werden.

Bei einem Welthandelsvolumen von knapp 18 Milliarden Euro entspricht das einem Anteil von 22 Prozent. Somit ist Deutschland Exportweltmeister mit deutlichem Abstand vor den USA, die mit einem Exportvolumen von 2,2 Milliarden einen Welthandelsanteil von 12,5 Prozent erreichen. 2005 war für die deutschen Pumpenhersteller ein sehr erfolgreiches Jahr. Die fast 26.000 Beschäftigten der Branche konnten das Produktionsvolumen in 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro erhöhen. Weiterhin auf wackeligen Beinen stand die Inlandsnachfrage. Der deutsche Pumpenmarkt stagniert auf einem Niveau von knapp 2 Milliarden Euro. Hier verspricht das laufende Jahr aber deutlich besser zu werden. Die Auftragseingänge aus dem Inland liegen in den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres um 17 Prozent über dem des Vorjahres.

Reinigungssysteme

Die Reinigungsmaschinenbranche ist relativ klein, jedoch sind die Anbieter von Reinigungssystemen für den gewerblichen und industriellen Einsatz hochspezialisiert und stark exportorientiert. Die deutschen Anbieter halten einen Weltmarktanteil von knapp 20 Prozent, der Marktanteil in Europa beträgt etwa 48 Prozent. Spitzentechnologie, hervorragende Verarbeitung und die Erschließung neuer Anwendungsfelder sichern in den kommenden Jahren den deutschen Herstellern im internationalen Wettbewerb eine gute Position. Hauptabnehmer von Boden- und Hochdruckreinigungsmaschinen sind: das Gebäudereinigerhandwerk, Industriereinigungsfirmen, das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Betreiber von Krankenhäusern, Schulen, Infrastrukturgebäuden, das Baugewerbe, der Groß- und Einzelhandel, die Land- und Forstwirtschaft, Verkehrsbetriebe und das Kraftfahrzeuggewerbe.

Robotik

Die Nachfrage nach Robotik - seit jeher ein dynamischer Wachstumsmarkt mit hohen Steigerungsraten - wird auch in den kommenden Jahren steigen. Insbesondere außerhalb des Automotive-Bereichs, der sog. "General Industry", ist mit Steigerungsraten zu rechnen. Die Hersteller von Robotern und Robotiksystemen in Deutschland blicken auf eines der erfolgreichsten Jahre zurück. Der Umsatz von Robotik ist in Deutschland in 2007 um 22 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gewachsen. Für 2008 wird mit einer weiteren Umsatzsteigerung von 12 Prozent gerechnet. Ein verstärkter Trend zu hochwertigen Robotiksystemlösungen sind der Grund für die erfolgreiche Entwicklung. Insgesamt steigt der Wert anspruchsvoller, applikationsspezifischer Robotik-Lösungen, weil die Komplexität der Integration in komplette Anlagensysteme zunimmt.

Die Autohersteller haben 2007 nach langer Investitionszurückhaltung massiv in Roboter investiert. Die Lieferungen stiegen um 75 Prozent und der Anteil an den Gesamtlieferungen erhöhte sich von 26  auf 35 Prozent. Die Automobilzulieferer setzten in 2007 4 Prozent weniger Roboter ein als in 2006. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass die Abgrenzung dieser Branche schwierig ist. Der Einsatz von Roboter für die Gummi- und Kunststoffindustrie ist um 9 Prozent gewachsen. Ein starker Zuwachs ist bei Maschinen und Metallprodukten zu verzeichnen. Auch die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie hat wieder verstärkt in Roboter investiert. Die Glas- und Keramikindustrie hat ihren Robotereinsatz in 2007 mehr als verdoppelt. Der Anteil an den Gesamtlieferungen liegt bei 3 Prozent. Bei der Elektro-/Elektronikindustrie ist es vor allem die Kommunikationsbranche, die mehr Roboter gekauft hat.

Robotik und Automation

Robotik und Automation umfasst die Bereiche Montage- und Handhabungstechnik, Robotik, die Industrielle Bildverarbeitung, die für diese Bereiche notwendigen Systeme und Komponenten. Die Leistungen der Branche ermöglichen Produktivitätssteigerungen und ein hohes Qualitäts- und Sicherheitsnieveau in der Fertigung. Rund 30.000 Menschen sind in Deutschland mit der Herstellung industrieller Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik, sowie Robotik beschäftigt. Seit Ende 2006 nehmen die Auftragseingänge für R+A in erheblichem Maße zu. Allein 2007 konnte der Umsatz in Deutschland um 13 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro wachsen.

Damit hat sich der Branchenumsatz in den letzten zehn Jahren annähernd verdoppelt. 2007 war für die Robotik-Hersteller mit einem Wachstum von 20 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro eines der erfolgreichsten Jahre. Unternehmen aus allen Branchen investierten verstärkt in die Produktivität ihrer Anlagen, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben und die hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland bewältigen zu können. Neben dem starken Zuwachs von Robotern haben vor allem Systemlösungen den Umsatz in die Höhe getrieben. Schätzungen zufolge wird der Trend zur Automatisierung noch weiter anhalten und ein weiteres Wachstum von 12 Prozent im laufenden Jahr möglich machen.

Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie

Die deutschen Schiffbau- und Offshore-Zulieferer erwirtschafteten 2007 mit nunmehr 76.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus von gut 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exportquote lag bei 73 Prozent. Die Branche konnte damit ihre führende Rolle im In- und Ausland bei Hightechsystemen für den Schiffbau halten und ausbauen. Neben den dominierenden drei großen asiatischen Schiffbau-Nationen behauptet sich derzeit auch die europäische Werftindustrie gut: 2007 wurden weltweit 4.851 (Vorjahr: 3.329) Seeschiffe bestellt, davon 606 (603) in Japan, 1.231 (692) in Südkorea, 1.700 (881) in China und 422 (419) Schiffe in der EU-27, davon 61 (65) in Deutschland. Der Auftragsbestand an Schiffen weltweit ist im vergangenen Jahr explosionsartig angewachsen von 6.908 Einheiten auf den Rekordwert von 10.055 Schiffen. Ein Ende dieser Überhitzung könnte sich in 2008 abzeichnen, denn die Flut neuer Aufträge nahm in den ersten Monaten deutlich ab, u.a. wohl aufgrund der Sättigungseffekte und Kapazitätsengpässe bei Werften, Zulieferern und auch Reedern selbst.

Schweiß- und Druckgastechnik

Schweißen, Schneiden und Löten mit Brenngas gehören nach wie vor zu den Schlüsseltechniken in allen Bereichen der industriellen und handwerklichen Fertigung und Verarbeitung. Dabei werden neben den klassischen Werkstoff Metall auch immer mehr nichtmetallische Werkstoffe bearbeitet. Zu der Schweiß- und Druckgastechnik zählen alle Verfahren, bei denen die Energie einer Brenngas-Sauerstoff- oder Brenngas-Luft-Flamme auf den Werkstoff einwirkt. Die Verfahren lassen sich von Hand, mechanisch oder automatisiert einsetzen. Die wesentlichen Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis finden sich in den Bereichen des Urformens (Fügen und Trennen), des Umformens, des Beschichtens und des Änderns von Stoffeigenschaften.

Sicherheitssysteme

Der Begriff Sicherheitssysteme umfasst aktive oder passive Anlagenkomponenten, welche technische Anlagen für Menschen sicher machen sollen. Der Markt der mechanischen Sicherheitstechnik ist durch geprüfte und zertifizierte Produkte geprägt. Auf der Basis europäischer Normen bietet das ECB•S-Zertifikat der European Security Systems Association (ESSA) e.V. als Zertifizierungsstelle nach EN 45 011 gute Chancen auf Exportmärkten – nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die deutschen Hersteller von Erzeugnissen der mechanischen Sicherungstechnik zum Schutz gegen Einbruchdiebstahl und gegen Brände erzielten in ihren Fertigungsstätten im In- und Ausland in 2007 einen Umsatz in Höhe von ca. 115,0 Millionen Euro, der um rund 9 Prozent über dem Vorjahresergebnis lag. Auch für das Jahr 2008 erwartet man eine leichte Umsatzsteigerung.

Textilmaschinen

Der Textilmaschinenbau zählt heute in Deutschland zu den bedeutendsten Fachzweigen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Branche beschäftigte im Jahr 2007 21.300 Mitarbeiter und produzierte im Jahr 2007 Textilmaschinen und Zubehör im Wert von 3,9 Milliarden Euro. Mit einer Exportquote von 95 Prozent gehört die Branche zu den exportstärksten Zweigen des gesamten Maschinenbaus. 2007 betrug der deutsche Exportwert von Textilmaschinen rund 3,9 Milliarden Euro. Gemessen an den Gesamtexporten der 11 führenden Lieferländer in Höhe von 12,7 Milliarden Euro hatten die deutschen Unternehmen damit einen Weltexportanteil von 30,7 Prozent. Mit großem Abstand folgten die Wettbewerber Japan (1,9 Milliarden Euro), Italien (1,6 Milliarden Euro) und China (1,1 Milliarden Euro) erstmals vor der Schweiz (1,0 Milliarden Euro). Bereits seit mehr als 50 Jahren ist Deutschland Exportweltmeister für Textilmaschinen.

Thermoprozess- und Abfalltechnik

Die Thermoprozesstechnik ist eine komplexe und heterogene Branche. Die Mitgliedsunternehmen entwickeln, planen und bauen Anlagen, Maschinen und Komponenten, die in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt werden: Stahl- und Eisenindustrie, NE – Metallindustrie, Automobilindustrie und Zulieferindustrie, Maschinenbau, Wärmeerzeugung,  Glasindustrie, Keramik- und Zementindustrie, Chemie- und Petrochemie. Allen Anlagen gemeinsam ist das kontrollierte Erwärmen / Schmelzen eines Nutzgutes, um es dann einem weiteren Verarbeitungs- oder Behandlungsschritt zu unterziehen. Beispielhaft seien genannt: Verbesserung der Werkstoffeigenschaften (Härten, Glühen, Aufkohlen, Nitrieren,...), Brennen, Sintern, Tempern, Veredelung der Oberfläche, (metallisches und nichtmetallisches Beschichten, ...), Warmhalten, Wärmen,  Trocknen, Abkühlen, Schmelzen, Löten, Schweißen, Kracken, Verflüssigen, thermisches Verbrennen, thermisches Recycling, Pyrolyse u.v.m.

Das Jahr 2007 war ein absolutes Rekordjahr für deutsche Ofenbauer. Ein Blick auf die Marktanteile der top 10 Lieferländer von Industrieöfen, Brennern und Feuerungen lässt die Deutschlands Stärke in dieser Branche offenbar werden. Inzwischen ist Deutschland für einen Anteil von 23 Prozent der weltweiten Exporte verantwortlich und hat damit seine Exportführerschaft in der Branche nochmals untermauert.

Trocknung

Die Branche besteht aus kleineren und mittelständischen Unternehmen sowie Geschäftsbereichen großer Konzerne. Als Zulieferer von Komponenten und Systemen oder als Anlagenbauer rüsten die Firmen der Trocknungstechnik zahlreiche Industriezweige aus. Die Trocknungstechnik weist dabei vielfältigste Einsatzgebiete auf, die oft auch innerhalb einer Kundenbranche sehr differenziert sind. Die Hersteller von Trocknungstechnik sind überwiegend hochspezialisierte Nischenanbieter. Die Trocknung bildet bei der Verarbeitung von Nahrungs- und Genussmitteln, Abfällen, Textilien, Chemikalien, Pharmazeutika, Baustoffen, Holz, Papier, Beschichtungen aller Art und Kunststoffen einen wesentlichen Prozessschritt.

Die Trocknungstechnik findet Anwendung in großindustriellen Anlagen, Laborausrüstungen bis hin zu speziellen Systemkomponenten, die innerhalb eines Gesamtprozesses eingesetzt werden. Daneben bieten die Unternehmen zunehmend produktbegleitende Dienstleistungen an. Aufgrund der sehr spezifischen Anforderungen sind die deutschen Trocknerbauer nicht selten Alleinanbieter bestimmter Trockner oder durch ihre technologische Kompetenz Weltmarktführer. Die Branche blieb 2008 auf Wachstumskurs. Bisher lassen die Indikatoren eine weitere stabile Entwicklung der Allgemeinen Lufttechnik erkennen. Das Jahr 2009 birgt erhebliche konjunkturelle Risiken für die Branche, aber auch Chancen durch das Angebot energieeffizienter Lösungen. Die Produktion von Erzeugnissen der Allgemeinen Lufttechnik kletterte im ersten Quartal 2008 um 4 Prozent. Gleichfalls zogen die Ausfuhren in den ersten drei Monaten an. Damit setzt sich nach dem Rekordjahr 2007 die positive Entwicklung fort. Die Chemische Industrie ist eine der wichtigsten Kundenbranchen der Allgemeinen Lufttechnik. Die Chemiekonjunktur ist daher ein aufschlussreicher Indikator für die Branche. Der Blick auf ausländische Märkte gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate

Die Verfahrenstechnik beschäftigt sich mit der Entwicklung, Planung, Konstruktion und Betrieb von Anlagen, welche der chemischen und physikalischen Veränderung von Stoffen durch eine Kombination von Apparaten und Maschinen dienen. Im Bereich der verfahrenstechnischen Maschinen und Apparate waren im Jahr 2007 etwa 30.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Produktionsanteil am Maschinenbau lag im Jahr 2007 bei 3,1 Prozent. Dies entspricht 5.580 Milliarden Euro. Von Januar bis September 2008 stiegen die Exporte verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate um 6,9 Prozent. Der Rückgang der Ausfuhren nach USA konnte durch überdurchschnittliches Wachstum in anderen Regionen mehr als kompensiert werden.

Waagen

Die deutsche Waagenproduktion ist auch 2007 wieder stark gewachsen. Mit über 9 Prozent konnte das Ergebnis aus dem Jahr 2006 deutlich übertroffen werden und ein Produktionsvolumen von 855 Millionen Euro erreicht werden.

Wasserkraft

Die deutsche Wasserkraftindustrie ist die technologische Wiege der Wasserkraftnutzung. Gut 50 Prozent aller Wasserkraftanlagen weltweit basieren auf deutschem Know-how. Die Branche ist geprägt durch kleine und mittelständische Unternehmen und durch wenige  global aufgestellte Unternehmen. Der Exportanteil der deutschen Hersteller liegt bei weit über 80 Prozent.

Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme

Der deutsche Werkzeugmaschinenbau gehört zu den fünf größten Einzelbranchen des Maschinen- und Anlagenbaus. Exportorientierung bestimmt das Geschäft. Es dominieren kleine und mittlere Unternehmen, die häufig auf ihren Spezialgebieten weltweit führend sind. Deutsche Produktionstechnologie ist international gefragt, denn sie verbindet immer wieder aufs Neue das technisch Machbare mit den individuellen Kundenwünschen. Das schafft keine andere Herstellernation weltweit in dieser Angebotsbreite. Die Werkzeugmaschinenindustrie nimmt eine Schlüsselstellung für die industrielle Fertigung ein. Alle Produkte vom Weltraumteleskop über Flugzeuge und Automobile bis hin zum Handy, der Spielzeugeisenbahn und dem künstlichen Hüftgelenk werden mittelbar oder unmittelbar auf Werkzeugmaschinen gefertigt. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gründet ihren Erfolg auf der Entwicklung und Produktion eines breiten Spektrums anspruchsvoller Fertigungstechnologie sowie dem Angebot umfassender Dienstleistungen.

 

Windenergie

Die Hersteller von Windenergieanlagen und ihre Zulieferer befinden sich weiterhin auf ungebremstem Wachstumskurs und verbuchten im Jahr 2007 ein weiteres Rekordjahr. Mit über 20.000 Megawatt (MW) an neu installierter Leistung weltweit wurde gegenüber 2006 ein Zuwachs von über 30 Prozent erzielt. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die Märkte USA mit 5.244 MW an neu installierter Leistung, China mit 3.449 MW, Spanien mit 3.522 MW, Indien mit 1.730 MW und Deutschland mit 1.667 MW. Ende 2007 belegte Deutschland mit einer Gesamtleistung von 22.267 MW bei der installierten Leistung noch Platz eins auf der Weltrangliste. Insgesamt waren Ende 2007 weltweit etwa 95.000 MW gegenüber 75.000 MW Ende 2006 installiert. Im ersten Quartal 2008 wurde bereits die 100.000 MW Grenze überschritten.

(Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., www.vdma.de)

 

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