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Deutschland: Größter Rohstahlproduzent in der EU

Im Jahr 2007 waren in der deutschen Stahlindustrie rund 100 Unternehmen tätig, die etwa 92.300 Mitarbeiter beschäftigten. Die Stahlindustrie hat als Basisindustrie insbesondere für die Stahl- und Metallverarbeitung, den Fahrzeugbau, den Maschinen- und Anlagenbau, sowie die Bauwirtschaft eine gewaltige volkswirtschaftliche Relevanz. Deutschland ist der größte Rohstahlproduzent in der Europäischen Union (27) und siebtgrößte weltweit nach China, Japan, USA, Russland, Indien und Südkorea. Auch bei den warmgewalzten Produkten liegt Deutschland hinter Südkorea weltweit auf Platz sieben. Wie in anderen Industrieländern gliedert sich die Warmwalzproduktion im Verhältnis 60 zu 40 in Flach- und Langerzeugnissen.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, www.stahl-online.de

 

Strukturelle Veränderung

Die deutsche Stahlindustrie hat sich in den letzten zehn Jahren strukturell gewaltig verändert. Die Branche hat ihre Stahlproduktion an wenigen Standorten konzentriert. 54 Prozent der gesamten Rohstahlproduktion der letzten Jahre stammen aus Nordrhein-Westfalen und Saarland. Erwähnenswert ist das Stahlzentrum Duisburg. Neben einer standortspezifischen Konzentration hat die deutsche Stahlindustrie ihren Fokus zunehmend auf qualitativ bessere Stähle gelegt und infolgedessen sich vom Werkstofflieferanten zum Systempartner gewandelt, was die Relevanz der Stahlindustrie in der Wertschöpfungskette gesteigert hat. Zudem hat das Globalisierungsphänomen das Bild der deutschen und weltweiten Stahlindustrie stark verwandelt. Viele Stahlunternehmen haben sich durch Übernahme von anderen Unternehmen oder durch Fusionen mit deutscher und ausländischer Beteiligung neu gestaltet.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, www.stahl-online.de

 

Kräftiger Zuwachs

Die deutsche Stahlindustrie ist in den Jahren 2006 und 2007 kräftig gewachsen. Die deutsche Stahlindustrie hat vor allem im Jahr 2007 von einer weltweit ausgezeichneten dynamischen Stahlkonjunktur und von einer guten Konjunkturentwicklung bei den Unternehmen der Stahlverarbeitung stark profitiert. Insgesamt sind 48,55 Millionen Tonnen Rohstahl produziert worden. Das entspricht so viel, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr der Fall war. Auch die Roheisenproduktion ist um 0,8 Millionen Tonnen auf 31,2 Tonnen gestiegen. Die Importe aus Drittländern und die Einlieferungen aus der übrigen Europäischen Union haben auch zugenommen.

Im Jahr 2007 ist der der deutsche Markt mit rund 52 Prozent aus der eigenen Produktion versorgt worden. Der größte Anteil der Importe stammte aus der übrigen Europäischen Union, lediglich 15 Prozent sind von Drittländern geliefert worden. Der Branchenumsatz ist um 6 Milliarden Euro auf 48,4 Milliarden gestiegen. Die deutsche Stahlindustrie hat eine Exportquote von rund 50 Prozent. Dies ist ein Zeichen ihrer  hervorragenden Position im internationalen Wettbewerb. Bereits im ersten Quartal des Jahres 2008 betrug die deutsche Stahlproduktion 12,1 Millionen Tonnen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet weiterhin mit einer positiven Entwicklung für das Jahr 2008 bzw. mit einer Rohstahlproduktion von nochmals 48,5 Millionen Tonnen. Auch die Investitionen der deutschen Stahlindustrie sind im Jahr 2007 um 0,3 Milliarden auf insgesamt etwa 1,3 Milliarden Euro gestiegen.

In den letzten 35 Jahren hat die deutsche Stahlindustrie sich gewaltig bemüht, ihre Wettbewerbsfähigkeit konstant zu verbessern. Die Arbeitsproduktivität hat sich in dieser Periode trotzt eines Beschäftigungsrückgangs (80.000 Mitarbeiter weniger) mehr als vervierfacht und internationale Spitzenwerte erreicht. Die Arbeitsproduktivität lag im Jahr 2007 bei etwa 526 Tonnen je Beschäftigter.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, www.stahl-online.de

 

Stahlanwendung

Stahl ist ein Werkstoff, der in allen bedeutenden Branchen angewendet wird. Etwa 40 Prozent der Unternhemn, die Stahl anwenden, stammen aus den Bereichen Stahlumformung und Metallwaren wie z.B. Ziehereinen und Kaltwalzwerke. Weitere 15 Prozent werden direkt an den Straßenfahrzeugbau geliefert. In den Maschinenbau werden insgesamt rund 15 Prozent geliefert (10 Prozent Direktlieferungen, ca. 5 Prozent Indirektlieferungen). Dabei ist hervorzuheben, dass der Straßenfahrzeugbau und der Maschinenbau die wichtigsten Exportbranchen in Deutschland sind.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, www.stahl-online.de

 

(Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, www.bmwi.de; Wirtschaftsvereinigung Stahl, www.stahl-online.de)
 

 

Mehr Infos zum Thema Stahl unter:

 

Unternehmen der Stahlindustrie u.a.:

 

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