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Initiativen zur Förderung weiblicher Nachwuchskräfte

Durch Initiativern zur Förderung weiblicher Nachwuchskräfte erhoffen sich alle Beteiligten, die Studienwahl von Abiturientinnen stark zu beeinflussen und zukünftig zur Steigerung des Ingenieurinnennachwuchses beizutragen. Hauptziel solcher Förderungsinitiativen ist es, mehr weibliche hochqualifizierte Fachkräfte in Unternehmen unter zu bringen und dem prognostizierten Ingenieurmangel einzudämmen. In der Tat scheinen solche Initiativen immer mehr junge Frauen zu ermutigen, einen technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang zu absolvieren.

Das Statistische Bundesamt informierte zum Weltfrauentag am 8. März 2008, dass im Wintersemester 2007/2008 ein steigendes Interesse von Frauen an einem Studium der Ingenieurwissenschaften in Deutschland zu registrieren war. Laut vorläufigen Daten haben sich im Wintersemester 2007/2008 13.300 Studienanfängerinnen ein Studium der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften aufgenommen. Dies entspricht 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Hingegen ist die Zahl der männlichen Studienanfänger um acht Prozent auf 48.300 gestiegen.

 

Girls'Day

Der Girls’Day ist Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen. Nachhaltig erzeugt und unterstützt er  positive Trends, z.B. steigende Anteile weiblicher Studierender in technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen. Für die Unternehmen in Deutschland ist der Girls’Day ein wichtiges Instrument zur Umsetzung eines geschlechtersensiblen Personalmarketings. Bereits 10 Prozent der beteiligten Unternehmen stellten dank des Mädchen-Zukunftstags junge Frauen in technischen Berufen ein. Geheimnis des Erfolgs ist die spezifische Ansprache von Mädchen, die ihr technisches Talent praktisch erproben können. Mit dem Aktionstag haben bereits etwa 800.000 Mädchen Berufe entdeckt, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind.

Auch in diesem Jahr ruft das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit gemeinsam mit den Girls’Day-Aktionspartnern – dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Gewerkschaftsbunde der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Zentralverband des Deutschen  Handwerksund dem Bundesverband der Deutschen Industrie – zur Teilnahme auf.

Unter www.girls-day.de finden Unternehmen, Schulen, Eltern, Mädchen und weitere Interessierte alles Wichtige zur Teilnahme am Mädchen-Zukunftstag, Informationen und Praxishilfen zur Vorbereitung und Kontakte in der Region. Neue Veranstaltungen für den kommenden Girls'Day können auf die Aktionslandkarte eingetragen werden. Der Girls’Day findet am 23. April 2009 zum neunten Mal statt. Noch wählen Schülerinnen hierzulande nur aus einem kleinen Spektrum von Ausbildungsberufen und Studiengängen. Durch den Frauenmangel in Zukunftsberufen bleiben Innovationschancen ungenutzt. Frauen verdienen unter anderem aufgrund ihres eingeschränkten Berufswahlspektrums durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer. (Quelle: Initiative D21, Europas größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft, www.initiatived21.de)

CyberMentor

Die Anzahl der Mädchen, die sich für ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entscheiden, ist in Deutschland immer noch sehr gering (2007/2008: 17 Prozent im Fach Informatik, 9 Prozent im Fach Elektrotechnik). Daher startet im März 2009 das deutschlandweite E-Mentoring-Programm CyberMentor mit dem Ziel, das Interesse und die Beteiligung von Schülerinnen am MINT-Bereich zu steigern. Mitmachen können Schülerinnen der Klassenstufen 6 bis 12 und Frauen, die im MINT-Bereich arbeiten oder ein MINT-Fach studieren. Im Mittelpunkt des Projekts steht der Austausch mit einer persönlichen E-Mail-Mentorin aus dem MINT-Bereich. Darüber hinaus erwartet die Teilnehmerinnen eine Internet-Community, persönliche Treffen und Ausflüge.

Ab sofort können sich alle interessierten Frauen und Schülerinnen auf der Webseite www.cybermentor.de anmelden. In dem von den Universitäten Regensburg und Ulm entwickelten E-Mentoring-Programm CyberMentor wird jede teilnehmende Schülerin von einer persönlichen MINT-Mentorin aus Wirtschaft oder Wissenschaft ein Jahr lang begleitet. Per E-Mail tauschen sich die Schülerinnen mit ihren Mentorinnen über Schule, Studium, Beruf und MINT-Themen aus. Dadurch erhalten sie Informationen zu MINT und gewinnen einen Einblick in den Beruf und Werdegang der Mentorinnen. Mädchen und junge Frauen bekommen die Chance, die Perspektivenvielfalt des MINT-Bereichs kennenzulernen und mögliche Vorurteile gegenüber MINT abzubauen. Zehn bis fünfzehn Minuten sollten sich Mentee und Mentorin wöchentlich für den Austausch Zeit nehmen.

Für die Mentorinnen werden zudem Schulungen angeboten, die Ursachen für geschlechtsrollenstereotype Studien- und Berufswahlverhalten aufzeigen und sie auf ihre Rolle als Mentorin vorbereiten. Außerdem organisiert das CyberMentor-Team Treffen, bei denen sich die Teilnehmerinnen persönlich kennenlernen und vernetzen können. Exkursionen zu Forschungseinrichtungen und Firmen geben Einblicke in mögliche Berufsfelder. Im Internet steht allen Teilnehmerinnen eine geschützte Community-Plattform zur Verfügung.

Dort können die Mitglieder Profilseiten anlegen und sich in Chaträumen und Diskussionsforen über MINT-Themen, aber auch über Schule oder Privates austauschen. Umgesetzt wird das Programm unter der Leitung von Prof. Dr. Heidrun Stöger und Prof. Dr. Albert Ziegler im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen. Der Pakt ist Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung". Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. (Quelle: www.initiatived21.de)

>>> Mehr Infos unter www.cybermentor.de

MINT Role Models

Mint Role Models ist ein integratives Konzept zur nachhaltigen Steigerung des Anteils von Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften. Das Projekt „MINT Role Models“, eine Initiative, die den Anteil von Frauen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) nachhaltig steigern soll, hat sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Studentinnen die Hemmung vor einem Studium bzw. Berufseinstieg in diesen Fächern zu nehmen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Darstellung moderner, attraktiver „MINTBerufsbilder“ und der Durchführung von zahlreichen regionalen und bundesweiten Veranstaltungen.

Weiterhin werden die Kommunikation und Informationen zum Projekt über Schülerzeitungen, Fernsehspots, Internet-Foren, etc. begleitet und aufrechterhalten. Die Präsentation positiver Beispiel-Karrieren von Frauen steht bei allen Aktivitäten im Vordergrund. Die Aktivitäten konzentrieren sich dabei auf Schülerinnen und Studentinnen gleichermaßen und sind erstmal für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. Eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist vorgesehen. (Quelle: www.komm-mach-mint.de/Mach-MINT-Projekte/MINT-Role)

 

Projekte für Mädchen

Smart Girls

Mädchen, die begeistert sind von Robotertechnik.
>>> Mehr Infos unter www.smart-girls.info

ME Energie

Das Projekt ME:Energy begleitet selbstbewusste Mädchen und junge Frauen in die faszinierende Welt der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (EE).
>>> Mehr Infos unter www.me-energy.de 

Taste for Girls

Assessment-Verfahren zur Potenzialermittlung und zur beruflichen Orientierung für Mädchen am Ende der Schulzeit.
>>> Mehr Infos unter www.taste-for-girls.de

Mädchernwerkstatt

In der ökotechnischen Mädchenwerkstatt haben Mädchen die Möglichkeit, mit Neugier und Lust ihren Fragen zu Technik, Naturwissenschaft und Umwelt nachzugehen.
>>> Mehr Infos unter www.life-online.de/aktuelle_projekte/projekt8.html

Techno-Club

Der Techno-Club der TU Berlin ist für Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe gedacht. Das Programm des Techno-Clubs kombiniert Schulbesuche durch Studentinnen mit semesterweise ausgelegten Veranstaltungsreihen und Schülerin-AGs, die in Laboren, Versuchshallen, Hörsälen und anderen Räumlichkeiten der TU Berlin stattfinden.
>>> Mehr Infos unter www.techno-club.tu-berlin.de

Try it! Junge Frauen erobern die Technik

heißt der dreitägige Workshop von FemTec an der TU Berlin. Er richtet sich an Schülerinnen der 10.-13. Klasse und wird im Frühjahr und im Herbst angeboten. Schülerinnen können für einen Tag Studentin sein, mit Ingenieurinnen und Studierenden ins Gespräch kommen und Einblick in ein Unternehmen gewinnen.
>>> Mehr Infos unter www.femtec.org/content/0/2070/1085/

 

Studentinnen und Abolventinnen der Ingenieurwissenschaften, die sich austauschen und mehr über den Beruf der Ingenieurin erfahren möchten, können dies auf der Informations- und Kontaktplattform Be.Ing tun unter www.be-ing.de.


 

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