Einstiegsgehalt von Ingenieuren

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Ingenieure: Die bestbezahlte Berufsgruppe

Politik, Wirtschaftinstitutionen und Branchenverbände verkünden derzeit für die Gesamtswirtschaft Deutschland nur schlechte Nachrichten. Die Finanz- und Immobilienkrise, sinkende Produktions- und Absatzzahlen, Unternehmensverluste in Milliardenhöhe, steigende Inflationsrate und jämmerliche Konjunkturprognosen haben die deutsche, sowie die gesamte Weltwirtschaft in die Knie gezwungen. Dennoch boomt der derzeitige Ingenieurmarkt weiter. Nach einer Hewitt-Studie „Salary Increase Survey“ werden die Gehälter aller deutschen Berufsgruppen im Jahr 2008 durchschnittlich um 3,3 Prozent und um im Jahr 2009 um 3,8 Prozent steigen.

Bei den Ingenieurgehältern dürften die durchschnittliche Gehaltsteigerungen sicherlich höher sein, denn Ingenieure sind im Verglich zu anderen Berufsgruppe die Bestbezahlten. Das ist nicht verwunderlich, denn der Ingenieurbedarf seitens deutscher Unternehmen hat in den letzten Jahren sogar zugenommen. Die Nachfrage ist hoch, das Angebot ist niedrig. Der Kampf um die Rekrutierung der besten Ingenieure von suchenden Unternehmen hat sich zugespitzt, und eine Folge daraus ist die Erhöhung des durchschnittlichen Einkommens der Berufsgruppe Ingenieure. Hochschulabgänger der Ingenieurwissenschaften sind die Spitzenverdiener unter Berufseinsteigern.

Einstiegsgehälter deutscher Ingenieure

Laut einer Gehaltsstudie vom VDI sind die Einstiegsgehälter deutscher Ingenieure beinahe in allen Branchen gestiegen, insbesondere im Bereich Energieversorgung mit einem Wert von 4,8 Prozent. Doch in den Branchen IT, Pharma, Chemie und Bauindustrie sind die durchschnittlichen Einstiegsgehälter zum Teil gesunken. Die Höhe der Einstiegsgehälter ist von bestimmten Faktoren abhängig. Abhängig von Unternehmensgröße, Hochschulabschluss und Studiengang lassen sich zum Teil erhebliche Unterschiede in den Einstiegsgehältern feststellen: Ingenieure, die in einem großen Unternehmen neu eingestellt werden, verdienen jährlich im Durchschnitt etwa 20 Prozent mehr als Ingenieure, die in einem Kleinunternehmen mit etwa 50 Beschäftigen, neu eingestellt werden. Ingenieure mit einem Universitätsabschluss haben in der Regel ein besseres Einstiegsgehalt, etwa 4,8 Prozent mehr, als Ingenieure mit einem Fachhochschulabschluss.

Die Einkommensdifferenzen zwischen Ingenieuren mit einem Masterabschluss und denjenigen mit Diplomabschluss sind nicht so relevant. Eine bemerkenswerte Einstiegsgehalt-Differenz ist bei Ingenieuren mit einem B.A.-Abschluss festzustellen: Im Vergleich zu Ingenieuren mit den oben genannten Abschlussformen verdienen sie im Durchschnitt etwa 8 bis 10 Prozent weniger. Augenfällige Differenzen in den Einstiegsgehältern sind auch abhängig vom ingenieurwissenschaftlichen Studiengang. Die besten Einstiegsgehälter haben Ingenieure der Verfahrenstechnik mit durchschnittlich 40.800 Euro, die vorwiegend in den gut zahlenden Branchen Chemie und Pharma, eingesetzt werden. Das niedrigste Einstiegsgehalt mit durchschnittlich 31.800 Euro haben Bauingenieure.

Die Einstiegsgehälter nach Brachen liegen zwischen etwas 33.000 Euro und 42.000 Euro mit höchsten Gehältern im Bereich Chemie, Pharma, Energieversorgung und Fahrzeugbau und niedrigsten Gehälter in der Bauindustrie. Ein Grund für die hohen Einstiegsgehälter im Bereich Chemie ist mit dem branchenspezifischen Bedürfnis Ingenieure zu rekrutieren, die ein spezielles Know-how haben und die Stellenanforderungen bestens erfüllen.

Wie die untere Tabelle zeigt, sind große Einstiegsgehalt-Differenzen auch je nach Position zu bemerken. Ingenieure die in Unternehmensberatungen oder als Key Account Manager tätig sind, haben mit durchschnittlich 60.000 Euro im Jahr das beste Gehalt. Die Gehälter von Ingenieuren, die technische Positionen besetzen, z.B. in Bereich F & E, erhalten durchschnittlich ein Gehalt über 50.000 Euro.