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Ausbildungsaufbau

Für Bachelorstudiengänge gibt es keine verbindlichen Rahmenordnungen. Die Ausrichtung oder Schwerpunktsetzung der Studiengänge im Bereich Bauingenieurwesen kann deshalb von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein.

Bachelorstudiengang mit Praxisprojekt

Die Studiengänge setzen sich - je nach Hochschule - aus einer unterschiedlichen Anzahl von Modulen zusammen. Sie umfassen neben Lehrveranstaltungsmodulen (in der Regel Pflicht- und Wahlpflichtmodule) auch ein Praxisprojekt (im Betrieb oder an der Hochschule) und eine Bachelor Thesis (Bachelorarbeit). Pflichtmodule sind obligatorisch zu belegende Lehreinheiten.

Innerhalb der Wahlpflichtmodule kann eine Auswahl aus mehreren Lehreinheiten getroffen werden. Gegen Ende des Studiums ist die Bachelor Thesis anzufertigen

Pflichtmodule sind beispielsweise

  • Mathematik I bis III
  • Baustoffkunde und Bauchemie
  • Statistik
  • Vermessungskunde mit Feldübung
  • Bauentwurf und Baukonstruktion I
  • Bauinformatik I und CAD
  • Baukonstruktion II
  • Ingenieurbaustoffe und Straßenbaustoffe
  • Festigkeitslehre
  • Statik I bis III
  • technisches Englisch
  • Holzbau
  • Mauerwerksbau
  • Hydromechanik
  • Baubetrieb I und Arbeitssicherheit
  • Stahlbau
  • Geotechnik I und II
  • Straßenplanung und städtisches Verkehrswesen
  • Stahlbetonbau
  • Bauinformatik II und Kommunikation
  • Baubetrieb II und Brückenbau
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Stahlbetonbau II
  • EDV-Statik
  • Praxisphase
  • Straßenbautechnik und Eisenbahnbau
  • Wasserwesen

Mögliche Wahlpflichtmodule

  • Baurecht und Bauwirtschaft
  • Bauphysik
  • Umwelttechnik

 

Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen

Studienabschluss

Der Studiengang Bauingenieurwesen führt die Studierenden zu einem der folgenden ersten berufsqualifizierenden Abschlüsse:

  • Bachelor of Engineering (B.Eng.)
  • Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Bachelor of Arts (B.A.)

Nachweise und Prüfungen

Modulprüfungen

Module sind in sich abgeschlossene Lehreinheiten, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden. In der Regel gilt Folgendes:

  • Alle Pflichtmodule müssen absolviert werden.
  • Bei Wahlpflichtmodulen besteht eine Auswahlmöglichkeit, d.h., nicht alle Module müssen absolviert werden.
  • Module im Schwerpunktbereich können freier nach eigenen Interessen zusammengestellt werden.

Alle Modulprüfungen werden studienbegleitend durchgeführt. Sie können in Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen, schriftlichen Hausarbeiten, Referaten mit schriftlicher Ausarbeitung oder Projektarbeiten abgelegt werden.

Bachelor Thesis

Zum Abschluss des Studiums ist eine Bachelor Thesis (Bachelorarbeit) zu verfassen. Je nach Prüfungsordnung ist auch ein Kolloquium abzulegen.

Credit Points

Das Studium ist erfolgreich absolviert, wenn die Zahl der erforderlichen Leistungspunkte (Credit Points) erreicht ist.

Prüfungswiederholung

Modulprüfungen, Bachelorarbeit und Kolloquium können bei Nichtbestehen in der Regel einmal wiederholt werden. Gegebenenfalls ist in Ausnahmefällen eine zweite Wiederholung möglich.

Prüfende Stelle

Prüfungen werden durch Professoren und andere prüfungsberechtigte Personen abgenommen.

Rechtsgrundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für das Studium bilden die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen und ggf. das Modulhandbuch.

Abschlussbezeichnung

Nach erfolgreich absolviertem Bachelorstudium verleiht die Hochschule einen der folgenden akademischen Grade:

  • Bachelor of Engineering (B.Eng.)
  • Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Bachelor of Arts (B.A.)

Die Noten der Modulprüfungen und der Bachelor Thesis gehen in das Zeugnis ein, das auch die Studiengangsbezeichnung enthält. Gleichzeitig mit dem Zeugnis erhalten die Absolventen eine Urkunde über den Bachelorgrad (Bachelor-Urkunde). Hinweis: Bachelorabschlüsse stellen einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss dar. Sie verleihen grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie Diplomabschlüsse von Fachhochschulen.

Diploma Supplement

Den Anhang zum Abschlusszeugnis der Bachelorstudiengänge bildet das in der Regel in englischer Sprache abgefasste Diploma Supplement.

 

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium im Studiengang Bauingenieurwesen:

  • an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen: die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
  • an Fachhochschulen: mindestens die Fachhochschulreife

oder

  • ein von der zuständigen Stelle des Bundeslandes (Kultusministerium oder Oberschulamt, ggf. auch die Hochschulen) als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Daneben wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus.

Auswahlverfahren

Bundesweite Auswahlverfahren

Es gibt kein bundesweit einheitlich geregeltes Auswahlverfahren für Studiengänge des Bauingenieurwesens.

Hochschuleigene Auswahlverfahren

Hochschulen können Auswahlverfahren durchführen. Studiengänge im Bereich Bauingenieurwesen sind in der Regel nicht örtlich zulassungsbeschränkt.

Weitere Ausbildungsvoraussetzungen

Einige Hochschulen verlangen ein mehrwöchiges, fachbezogenes Vorpraktikum. An manchen Hochschulen kann das Studium nur im Wintersemester begonnen werden.