Karriere - Quo vadis?

  • Läuft alles nicht so wie geplant?
     
  • Spielt der Chef nicht so   mit wie erhofft?
     
  • War doch der falsche Job beim letzten Wechsel? 

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Fachwissen allein ist heute nicht mehr ausreichend, um im Beruf erfolgreich zu sein. Nur wenn ein Arbeitnehmer sein Fachwissen auch adäquat umsetzen kann, ist er „beschäftigungsfähig“ und entsprechend der beruflichen Anforderungen voll und vor allem vielseitig einsetzbar. Arbeitgeber schauen nicht allein auf die fachliche Kompetenz ihrer Mitarbeiter, sondern auch auf all jene Eigenschaften und Kompetenzen, die über die fachliche Qualifikation hinausgehen: die so genannten Soft Skills.Der Begriff Soft Skills umfasst eine nicht genau definierte Reihe von menschlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und Persönlichkeitszügen, die für das Ausüben eines Berufs auf Mitarbeiter und Kunden bezogen nötig oder förderlich sind. Deutsche Begriffsverwandte sind Schlüsselqualifikation und Querschnittskompetenzen, in einem weiteren Sinne auch soziale Kompetenz oder soziales Verhalten.

Zu den Soft Skills werden üblicherweise Eigenschaften gezählt wie: Analytisches Denken, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungsfähigkeit, Kontaktstärke, Kooperationsfähig-keit, Kreativität und Innovationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Motivation, Lernbereitschaft, Offenheit, Selbstreflexionsbereitschaft, Sozialkompetenz, Strukturierendes Denken, Teamfähigkeit, Unternehmerisches Denken und Handeln etc.In Verbindung mit den so genannten „Hard Skills“, d.h. fachlichen Kenntnissen und Qualifikationen, bilden sie die berufliche Handlungskompetenz einer Person.


Soft Skills - Kategorien

  • erlernbare (z. B. Redekunst) und nicht oder kaum erlernbare (z. B. Humor, Witz, Schlagfertigkeit)
  • äußerliche (z. B. Stil, Kleidung, Auftreten) und innerliche (z. B. Motivation, Offenheit)
  • eher beruflich verwertbare (z. B. Führungsstärke) und eher privat nützliche (z. B. Bindungsfähigkeit, Geduld, Nachsicht)
  • globale (z. B. Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft), interkulturelle (z. B. Offenheit, Toleranz, Einfühlungsvermögen), und regionale/lokale (z. B. die Beherrschung einer regionalen Mundart).


Studie des BIBB

Nach einer Studie des BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) sind die von Arbeitge-bern in Stellenanzeigen am häufigsten gefragten Soft Skills Team-, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten (52 Prozent), dicht gefolgt von mentalen Fähigkeiten wie der Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten und Lernen (36 Prozent) sowie Flexibilität und Kreativität (31 Prozent).

Und auch personale Kompetenzen wie Leistungsbereitschaft oder Motivierungsvermögen werden oft von Bewerbern gefordert (27 Prozent). Zu den Berufen, in denen häufig Soft Skills verlangt werden, gehören insbesondere Organisationsberufe, künstlerische Tätigkeiten, Ingenieurs- und Technikberufe, Dienstleistungsberufe, IT-Berufe, Beratung und Verkauf, Sozial- und Erziehungsberufe und bürokaufmännische Tätigkeiten. Große Nachfrage nach Soft Skills besteht zudem in neuen Erwerbsberufen (z. B. Medien- und Softwareberatung, Online-Redaktion, Event- oder Qualitätsmanagement), weniger dagegen in Gesundheits-, Sicherheits-, Fertigungs- und Verkehrsberufen.Laut einer Studie der Unternehmensberatung Kienbaum ist das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines High Potentials ist nach wie vor die Fähigkeit zur Eigenmotivation. An Bedeutung zugenommen haben vor allem Auswahlkriterien wie Belastbarkeit und Flexibilität.

Dies lässt den Rückschluss zu, dass durch das stetige Streben der Unternehmen nach Produktivitätssteigerungen, des Personalabbaues und der Notwendigkeit der Konsolidierung der Märkte Nachwuchsführungskräfte belastbarer und flexibler sein müssen.Weniger gefragt ist die Risikobereitschaft und eine allzu offensive Karriereorientierung. Eine weitere Erkenntnis im Vergleich zwischen mittleren und großen Unternehmen ist, dass für große Unternehmen (5000 Mitarbeiter) Flexibilität und Mobilität wesentlich wichtiger ist als für mittlere Unternehmen (5000 Mitarbeiter). Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit sind hingegen für mittlereUnternehmen von Bedeutung.

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