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Deutsche Wirtschaft verzweifelt am Ingenieurmangel

Der Ingenieurmangel wird für deutsche Unternehmen zunehmend zu einem nahezu unlösbaren Problem. Laut einer Untersuchung des VDI, Verein deutscher Ingenieure, haben 57 Prozent der erfolgreichen Unternehmen einen wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften und leiden unter dem derzeitigen Ingenieurmangel. Nach einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln konnten deutsche Unternehmen im Jahr 2007 69.600 vakante Ingenieurstellen nicht besetzen. Mittlerweile ist der Ingenieurmangel auf 95.000 gestiegen.

Deutschland hat als hoch entwickeltes Industrieland in den letzen Jahren seine Position als bedeutungsvoller Technologiestandort durch steigende Innovations- und Forschungsintensität weltweit sichern und ausbauen können. Die deutsche Wirtschaft ist so stark in den globalen Technologiehandel eingebunden wie kein anderes Land. Doch die Herausforderungen im internationalen Innovationswettbewerb steigen und die Konkurrenz aus Osteuropa und aus Asien gefährdet zunehmend die Spitzenstellung und den exzellenten Ruf Deutschlands. Globale ökonomische Entwicklungen anderer Länder zeigen, dass vor allem hochqualifizierte Beschäftigung zum industriellen und wirtschaftlichen Wachstum beitragen.

Viele bedeutende Industrieländer haben durch die Erweiterung der hochqualifizierten Beschäftigung in den letzten 20 Jahren mehr Reichtum und Wohlstand als Deutschland erworben. Daher benötigt Deutschland mehr Akademiker mit technischem Hintergrund. Die deutsche Industrie braucht vor allem mehr Ingenieure/innen. Während Unternehmen und Verbände den steigenden Ingenieurmangel beklagen, berichtet die Bundesagentur für Arbeit über 65.000 arbeitlose Ingenieure./innen. Die Gründe: Mangelnde Branchenkenntnisse, geringe Berufserfahrung, fehlende Zusatzqualifikationen und ein Alter von über 50 Jahren. Immer mehr Unternehmen bewältigen das Problem des Ingenieurmangels durch Beauftragung professioneller Personalberatungen, um Ingenieure bei den Wettbewerbern abzuwerben.

Kostspielige Angelegenheit

Die Folgen des Ingenieurmangels für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2007 waren Kosten in der Höhe von 3,5 Milliarden Euro. Der Ingenieurmangel beeinträchtigt die wirtschaftliche Wertschöpfungskette, d.h.: mangelnde Akquisition von Aufträgen und Verlagerung der Forschung, Entwicklung und Produktion ins Ausland. Der derzeitige Ingenieurmangel ist für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ein verheerendes Problem.

Chance für die Akademiker von Morgen

Der heutige Ingenieurmangel ist u.a. das Ergebnis einer verfehlten Schul- und Hochschulpolitik. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der bundesweite Ingenieurmangel das Studium der Ingenieurwissenschaften in den letzen Jahren wieder in die öffentliche und politische Diskussion rücken lassen. Ergebnis: Interessantere Studienangebote und verbesserte Studienqualität. 

Ein Funken Licht am Ende des Tunnels. Dennoch wird der Ingenieurmangel auch in den kommenden Jahren die deutsche Wirtschaft weiterhin negativ beeinträchtigen. Schon heute können junge Menschen, die sich für ein Studium der Ingenieurwissenschaften entscheiden, Vorteile aus dem heutigen Ingenieurmangel ziehen: Laut vieler Experten wird der Ingenieurmangel voraussichtlich in den nächsten Jahren u.a. auf Grund fehlender Frauenbeteiligung, eklatanten Abbrecherquoten und stagnierender Studienanfängerzahlen  deutlich zunehmen. Für die zukünftigen Hochschulabsolventen von Ingenieurwissenschaften bieten sich somit verlockende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

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