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Nur 70.000 beschäftigte Ingenieurinnen

In Deutschland gibt es zu wenig Ingenieurinnen. Im Jahr 2007 gab es bundesweit 654.358 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieuren und Ingenieurinnen. Doch Frauenbeteiligung in deutschen Unternehmen liegt nur bei etwa 11 Prozent, das entspricht etwas mehr als 70.000 Ingenieurinnen. Europaweit liegt die Frauenbeteilung der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurinnen im Durchschnitt bei 20 Prozent. Die Gründe für die niedrige Erwerbstätigkeitsquote bei Ingenieurinnen sind vielfältig, u.a. eine mittlerweile anachronistische Rollenzuschreibung, ein festgefahrenes und altmodisches gesellschaftliches Denken sowie mangelnde Kontakt- Informationsnetzwerke für Frauen, die sich für Technik und Ingenieurberufen interessieren und Unternehmensstrukturen die von Männern „kontrolliert“ werden.

Auch die Zahl der arbeitslosen Ingenieurinnen ist doppelt so hoch wie bei den arbeitslosen Ingenieuren. Und bei den Absolventenzahlen sieht es nicht besser aus: Im Jahr 2004 haben lediglich 8331 Frauen ein Studium der Ingenieurwissenschaften abgeschlossen, gleichzeitig gab es 28926 männliche Absolventen (Quelle: Kompetenzzentrum Technik — Diversity — Chancengleichheit e. V.). Im europäischen Vergleich ist die Teilnahme von Frauen in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Technik in Deutschland geringer. Würde es gelingen, das Interesse der Frauen für ein Studium der Ingenieurwissenschaften etwas mehr zu steigern, könnten Hochschulen aufgrund des hohen Anteils an den Frauen mit Hochschulreife eine außerordentliche Zahl an zusätzlichen Studierenden rekrutieren (Quelle: www.bmbf.de).

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